Schellenberger-Cup: Letzter Wettkampf oder Familienfest?
Der Schellenberger-Cup ist der letzte Wettkampf des Jahres,
keine Meisterschaft, aber eine Besonderheit: Ein Mädchen und ein Junge bilden
eine Mannschaft, es zählt nicht die einzelne Leistung, sondern das
Gesamtergebnis. Natürlich teilt der Trainer möglichst so ein, dass er zwei
starke Turner-innen zusammengibt. Wenn es auch um keine Meisterschaft geht, man
hat sicher den Ehrgeiz, ganz oben auf dem Podest zu stehen. Entsprechend
zittern auch Trainer (Gaby Hüther, Hermann Jäger, Florence Meyer u.a.) und auch die Eltern auf der
Tribüne mit. Geturnt wird ein Geräte-Vier-Kampf, je nach Altersklasse Kür oder
Pflicht. Pünktlich um 15:00 Uhr am Samstag, 2.12., ging es an die Geräte. Der
Turnverein Bad Bergzabern beteiligte sich mit neun Mannschaften unter den
angetretenen 46 Paaren, in fünf Wettkampfklassen.
In der Kür (jahrgangsoffen) waren Katrin Acker und David
Jäger die absoluten Favoriten, beide waren schon Rheinland-Pfalz-Meister. Und
wurden ihrer Favoritenrolle gerecht, obwohl sie bei dem etwas abgespeckten
Wettkampf (nur fünf Übungsteile plus Abgang zählen) nicht ihr ganzes Können
zeigen können. David ist gehandicapt beim Sprung, nur 10,40 Punkte, aber am
Boden und Reck erzielen beide Höchstwertungen. Der Pferdsprung zählt nicht
gerade zu den Stärken der Bad Bergzaberner, die Trainer werden in Zukunft hier
mehr Zeit darauf verwenden müssen. Der erste Platz mit einem überragenden
Vorsprung (50,2 und 50,3 Punkte) von über acht Punkten, der Abonnementsieg war
zwangsläufig. Das zweite Paar in diesem Wettkampf, Melissa Jacoby und Dario
Weis sind derzeit in einer „halbaktiven“ Trainingsphase: infolge Studium und
Ausbildung ist die Zeit für die Turnhalle doch sehr eingeschränkt. Aber gelernt
ist gelernt, und so schnell verlernt man nicht einmal das Turnen, und der
Adrenalinschub des Wettkampfes tut das Übrige. Mit 92,20 Punkten verteidigten
sie den zweiten Rang hauchdünn vor der Konkurrenz aus Wörth. Das dritte Paar
aus Bergzabern bildeten Kira Kurz und Till Schober. Für Till ist es wohl der letzte Wettkampf,
das Studium ruft. Zwar nicht auf dem Treppchen am Schluss, aber der undankbare
vierte Rang mit nahezu gleicher Punktzahl: 43,3 und 43,4 Punkte.
Im Pflichtturnen gab es zwei Wettkampfklassen: Jahrgang
00-04 und Jahrgang 02-04. In der ersten Klasse hatten die Kurstädter ebenfalls
drei Paare an den Geräten: Vasilia Vostretsov und Florian Meyer, Laura Baier
und Konrad Beck, Antonia Winkler und Felix Mumme. Nahezu gleiche Leistung:
121,2 Punkte, 120,6 Punkte und das letzte Paar etwas weniger, aber alle drei
Paare mussten sich einem Team von Schifferstadt geschlagen geben: Plätze zwei,
drei und vier!
Bei dem Wettkampf des Jahrgangs 02 bis 04 waren wieder zwei
Spitzenturner-in am Start: Lotta Wichmann und Lennart Hölzmann. Beide waren
schon erfolgreich im Pfalz- und Rheinland-Pfalz-Bereich. Und beide bestätigten
ihre Favoritenrolle. Lennart holte mit 65,75 Punkten die höchste Wertung im
Pflichtturnen, und Lotta steuerte noch 59,90 Punkte bei, bei der Siegerehrung trennten
sie über fünf Punkte vom übrigen Feld. Das zweite Paar für Bad Bergzabern.
Megan Matthias und Niklas Ellrich, nicht ganz so erfahren wie ihre
Vereinskollegen, mussten mit dem undankbaren vierten Platz vorliebnehmen, ein
super Erfolg, aber man ist doch ein bißchen traurig, wenn man nicht auf das
Treppchen darf.
Der Family-Cup ist eine weitere Besonderheit beim
Schellenberger: Geschwister, oder Vater-Tochter, oder Mutter-Sohn dürfen
starten. Felicia und Hannes Sarter vertraten die Farben von Bad Bergzabern.
Ziel war natürlich ein Platz unter den ersten Drei! Alexander Volk, in früheren Jahren beim TV
Bza, jetzt in Wörth, erturnte sich den Sieg mit seinen beiden Töchtern Hannah
und Selina, die Geschwister Jaqueline Kerth und Jan Pfirrmann aus Wörth machten
den Doppelsieg klar, aber auf dem dritten Platz folgten die Geschwister Sarter.
Im vereinsoffenen Wettkampf bildeten Sina Hoffmann für den
TV Oberotterbach und Leo Eckelmann für den TV Bad Bergzabern ein Team. Gute Leistung, aber am Ende leider wieder
der undankbare vierte Rang für die Beiden.
Jeweils zwei mal auf dem
ersten, auf dem zweiten und auf dem dritten Rang, dazu drei mal der vierte
Platz, die Trainer konnten sehr zufrieden sein. Zum Abschluss eines
erfolgreichen Jahres noch ein kleiner Paukenschlag. Allerdings stehlen sich in
die glücklichen Gedanken immer wieder die Sorgenfalten, was wird im kommenden
Jahr sein, wenn im Sommer die Verbandsgemeindehalle für ein Jahr geschlossen
wird. Vielleicht kann die Verbandsgemeindeführung hilfreich sein, eine
Ersatzlösung zu finden.
Aber zuerst einmal folgt der
Jahresabschluss am 16.12. in der Verbandsgemeindehalle unter dem Thema „Urwald“
und die guten Vorsätze für das Neue Jahr.
Ergebnisliste.......Hier!